Pfarrdorf Siegertshofen
Ein Pfarrdorf zu beiden Seiten der Schmutter. Vom Fluß zieht sich gegen
Osten und Westen eine sanft ansteigende Höhe mit Wiesen und Äckern hinan. Die umliegenden Höhen sind mit ausgedehnten Waldungen bedeckt, Buchenwälder schließen sich an dunkle Tannenwälder an.
Das Klima gilt als milde. In 54 Wohngebäuden leben
275 Einwohner.
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Renovierung 1923

Mit gesammelten Geldspenden und aus dem Erlös von alten kirchlichen Gegenständen, welche auf Anraten des Hauptkonservators Miller verkauft wurden
(sie ruhten schon 50 Jahre und mehr auf dem Dachboden des Pfarrhofes und kamen nach Steinwies bei Kronach dessen Empfänger fürchterlich wetterte und schimpfte über das alte Glump).
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Kriege
Schwere Zeiten Von den großen kriegerischen Heimsuchungen des Reiches blieb auch das
stille Dörflein Siegertshofen nicht ganz verschont. Im
Bauernkrieg von 1525 scharten sich die Siegertshofer um ihren Pfarrer Jörg Pfefferlein, der sie davon abhielt sich den Aufständischen anzuschließen. Dafür wurde Siegertshofen von aufrührerischen Bauern überfallen und geplündert.
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Der Brauerlehling

1640 Appollonia Knollin, Wirtin zu Siegertshofen hat schweren Konflikt mit der Katharina Preuin, Wirtin geb. Höchstetterin zu Augsburg. Diese hat ihren Sohn zur
Erlernung der Bierbrauerei nach Siegertshofen geschickt. Es ist schon dies etwas auffallend, denn hier wird man wohl kein besseres Bier als in Augsburg gebraut haben. Der junge Herr musste wohl aufs Land zum Lernen, weil er gar
kein gut tat in der Stadt.
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Feuer im Dorf
Im Jahre 1809 erlebt er eine
grosse Feuersbrunst. Wiederum beim Brodbacken des Nikolaus Thoma (
er muss ein gescheites Weib gehabt haben) bricht Feuer aus, wodurch des besagten Haus, des Ulrich Müllers, die Wirtschaft, des Josef Goldners Haus, des Bauern Antoni Schorers Haus und Stadel in Zeit bälder als einer Stund in Brand geraten.
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Der Hundebiss

Pfarrer Pfefferlin hatte gleich zu Beginn seiner hiesigen Amtstätigkeit im 2. Jahre als Pfarrer ein
schlimmes Erlebnis mit den benachbarten Baronen von Mickhausen (bischöfl. Archiv) den Freiherrn von Freiberg. Der Pfarrer von hier musste damals Willmatshofen versehen und als er eines Morgens früh 7 Uhr mit seinem Knecht und
einigen Leuten durch Tronertshofen ging, um in Willmatshofen die heilige Messe zu lesen, wurde sein
Knecht von einem Hunde angefallen und ihm die Hose zerrissen.
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